THERMOPOR-Ziegel sind gesundheits- und umweltverträglich
Forschungsvorhaben bestätigen: Keine gesundheitsschädlichen Emissionen in Ziegeln gefunden

Ziegel gilt seit Jahrtausenden als besonders gesundheitsverträglicher Baustoff. Die heutige Vielzahl von Bauprodukten lässt jedoch nicht mehr eine Beurteilung auf der Grundlage von Erfahrungen zu. Das Bauproduktengesetz von 1992 verlangt für alle Bauprodukte einen Brauchbarkeitsnachweis. Es beinhaltet die Erfüllung wesentlicher Anforderungen an die Hygiene, die Gesundheit und den Umweltschutz.

Initiiert wurde ein Forschungsvorhaben zur Erarbeitung von Bewertungsverfahren und -maßstäben durch das Fraunhofer-Institut für Bauphysik und das Institut für Toxikologie und Umwelthygiene der Technischen Universität München. Die Bayerische Forschungsstiftung und der Arbeitskreis im Verbundvorhaben "Gesundheits- und umweltverträgliche Bauprodukte" (GUB) förderte das Projekt, die deutsche Baustoffindustrie unterstützte es.

Drei Kriterien sind für eine umfassende Bewertung maßgeblich:

Die Untersuchungen an Ziegeln ergaben eine sehr geringe oberflächenbezogene Emissionsrate an flüchtigen organischen Verbindungen, die nach 30 Tagen auf einen äußerst niedrigen Wert abgeklungen war. Im Vergleich zu den anderen untersuchten Baustoffen hat der Hintermauerziegel die geringsten Werte für "gerochene Ausdünstungen". Die gemessenen Expositonskonzentrationen in der Gebrauchsphase lagen, bis auf zwei Substanzen, die gerade noch nachgewiesen werden konnten, unter der Nachweisgrenze (Tabelle 1). Damit ist auch der Einwand, porosierte Ziegel gasen Styrol und Formaldehyd aus, widerlegt. Die Bewertung der Gesundheits- und Umweltverträglichkeit kommt zu dem Schluss: unter realen Nutzungsrandbedingungen sind keine Beeinträchtigungen der Gesundheit zu erwarten. Die wenigen emittierten Substanzen stellen keine Umweltbelastung dar und unterschreiten deutlich sowohl nationale als auch internationale Grenzwerte. Im Rahmen der Untersuchung wurden neun Bauprodukte analysiert. Nur der Ziegel wies keinerlei Auffälligkeiten auf. Der Foschungsausschuss konnte somit keine Vorschläge zur Produktverbesserung unterbreiten.

Ergänzende Untersuchungen des Fraunhofer- Institut für Bauphysik (IBP), Holzkirchen bestätigen die o.a. Prüfungsergebnisse. Die untersuchten THERMOPOR ISO-Blockziegel unterschritten die Grenz- und Richtwerte selbst bei der extrem niedrigen Luftwechselrate von 0,25 h-1.

Tabelle 1:
Prüfkörper Ziegel: Expositionskonzentration verschiedener Schadstoffe in der Gebrauchsphase im Vergleich zu einschlägigen Grenzwerten bei einer Luftwechselrate von stündlich 50 % des Prüfkammervolumens
Substanz Grenz-/Richtwert ( mg/m³) gemessene
Expositions-
konzentration
(
m g/m³)Ziegel
Deutsch-
land
WHO European Collaborative
Action ECA-IAQ
Formaldehyd < 120 < 100   n.n.
PCB < 0,3     n.n.
Lindan < 1     n.n.
Trichlorethen   < 1000   n.n.
Tetrachlorethen < 100 < 5000   n.n.
Benzol < 10   <2,5 n.n.
Pentachlorphenol < 0,1     n.n.
Toluol < 300 < 8000   n.n.
Dichlormethan < 200 < 3000   n.n.
1,2-Dichlormethan   < 700   n.n.
Styrol   < 800   n.n.
Vinylchlorid     < 10 n.n.
TVOC     < 200 13,8
R = S (Ci/LCIi)     < 1 [-] 0,0007
nicht abschätzbare
Substanzen S C
i
    < 20 n.n.
WHO: Weltgesundheitsorganisation
n.n.: nicht nachgewiesen
RWI: Richtwerte für Innenraumluft,
R =
S (Ci/LCIi): Risikoindex = Expositionskonzentration

 

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